30.04.2016, ab 14:00 Uhr, Bürgerhause WaldböckelheimJahreshauptversammlung Kreisgruppe Bad Kreuznach mit Neuwahl des KJM/Stv. KJM (Jagdschein als Ausweis der Wahlberechtigung nicht vergessen !).

Kreisgruppe Bad Kreuznach
RA Klaus Nieding
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Interview mit unserem KGV Klaus Nieding

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Jäger hoffen: Runter mit Jagdsteuer


Bad Kreuznach - Das Thema Fallwild beschäftigt am Montag den Kreistag. Die Grünen wollen wissen, was es Neues gibt in Sachen Jagdsteuer. Kreisjägerschaftsvorsitzender Klaus Nieding schlägt dazu eine Senkung von 20 auf vorerst 15 Prozent vor. Das würde den Kreishaushalt nicht belasten.

Landesweit protestieren die Jäger gegen die Erhebung der Jagdsteuer, indem sie bei Unfällen getötete Rehe oder Sauen nicht mehr kostenlos entsorgen. Die Kreuznacher Jägerschaft versucht seit fünf Jahren auf diese Weise, die als Strafsteuer empfundene Jagdsteuer wenigstens auf einen geringeren Satz zu drücken. „Der Kreistag muss entscheiden“, sagt Klaus Nieding, Vorsitzender der Kreisgruppe Bad Kreuznach im Landesjagdverband. Jahrelang war der „schwarze Peter“ der Zuständigkeit hin und hergeschoben worden. Neuerdings können aber auch finanziell klamme Kreise wie Bad Kreuznach die Steuer abschaffen, ohne dass die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) dies ahndet. Die ADD hatte vor Jahren die Zahlung einer „Fallwildpauschale“ von 40 Euro verworfen. Soviel hatten Jäger für die Entsorgung toter Tiere bekommen.
„Der Kreis soll ja gar nicht weniger einnehmen“, sagt Nieding und verweist darauf, dass allein im Kreuznacher Inspektionsbereich bei polizeilich erfassten 360 Stück Wild Kosten von gut 40 000 Euro für die Entsorgung anfallen. Dazu kommen die im Raum Kirn/Sobernheim und Meisenheim zu entsorgenden Tiere. Würde demnach der Kreistag in einem ersten Schritt die Jagdsteuer vom derzeitigen Höchstsatz von 20 auf 15 Prozent senken, hätte er keine finanziellen Nachteile. Nieding: „Ich denke, dass die meisten unserer Jäger eine solche Lösung akzeptieren und die Tiere dann wieder freiwillig einsammeln würden. Fest steht: Es ist nicht unser Wild. Fallwild ist ja als Wildbret nicht mehr verwertbar. Es ist eine freiwillige Leistung, die Tiere von der Straße zu holen. Zuständig ist der Verkehrsträger. Bei Bundesstraßen also der Bund, bei Landesstraßen das Land, bei Kreisstraßen der Kreis.“ Nieding sieht die Gespräche mit dem Landrat aber auf einem guten Weg und hofft auf eine Lösung: „Wir rufen ja nicht zum zivilen Ungehorsam auf sondern wollen nicht für unsere Naturschutzarbeit auch noch bestraft werden.“

Die Grünen wollen in ihrem Antrag wissen welche Gesamt- und Stückkosten für die Entsorgung durch die Tierkörperbeseitigungsanstalt entstehen und wie sich die Kosten auf die betroffenen Straßenbaulastträger verteilen. Grünen-Sprecher Ludger Nuphaus: „Welche anderen Möglichkeiten zum Umgang mit toten Tieren sind denkbar? Ist Entsorgung über Schlachthöfe oder Tierärzte möglich?“ Die Grünen wollen auch wissen was aus der von ihnen kritisierten Abschussprämie für Wildschweine (15 Euro) geworden ist. Dafür waren 37 500 Euro bereitgestellt worden. Ziel war, die Ausbreitung der Schweinepest zu verzögern.

Armin Seibert

 


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