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Erwartetes Duell bleibt aus

21.03.2011 - BAD SOBERNHEIM

Von Wilhelm Meyer

BIOGAS Für Jäger ist Wildschadensersatz Hauptproblem / Keine moralische Diskussion

Guter Besuch zeugte von dem Händchen, das Hegeringleiter Klaus Nieding mit der Einladung von Anton Lutz, dem Vorstand der Bietigheimer Contracting AG, die in Nußbaum eine Biogasanlage errichten will, bewiesen hat. Und der wiederum hatte gut daran getan, Marcel Condé, Land- und Energiewirt aus Buhlenberg nahe Birkenfeld mit nach Bad Sobernheim zu bringen. Condé nämlich betreibt seit einem knappen Jahr bei Birkenfeld eine in Umfang und Struktur ähnliche Anlage.

Die Gastwirtschaft im Freilichtmuseum war zur Sitzung des Hegerings bestens gefüllt und ein Drittel davon waren Gäste, die einzig zu Vortrag und Diskussion um die Biogasanlage erschienen waren. Das waren zunächst vornehmlich Landwirte der Region, aber auch Vertreter der Politik.

Prominente Gäste

So zeigte sich der Bad Sobernheimer Bürgermeister Michael Greiner ebenso interessiert, wie seine Meddersheimer Kollegin Renate Weingarth-Schenk, sind doch beide Orte gleichfalls von einer solchen Anlage tangiert. Und Sobernheims Beigeordneter Ulrich Schug war zudem in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft betroffen.

Dass das von manchen erwartete Duell ausblieb, war sicherlich ein Verdienst von Condé. Sein sachlicher und kooperativer Ansatz überzeugte auch die Jäger. Nicht so sehr befürchten die nämlich, dass die Population des Schwarzwildes über die Maßen anwachsen könnte. Vielmehr ist es die Unberechenbarkeit des Wildschadenersatzes, der auf einzelne Jagdpächter zukommen könnte, der sie beunruhigt. Als Folge befürchtet man die Unverpachtbarkeit der Jagden. Von drei Pächtern, so Nieding, habe er gehört, dass sie nicht mehr verlängern wollten. Lutz betonte, dass er aktuell mit dem Nußbaumer Bürgermeister Kurt Greulach im Gespräch sei und seine Unterstützung in dieser Frage zugesagt habe. Die wünschte sich allerdings auch Schug für Bad Sobernheim, vor allem dann, wenn es um Fragen der Deckelung der Wildschadenersatzsumme gehe. In Meddersheim sei das nämlich schon der Fall, und das bliebe dann bei den Jagdgenossen hängen.

Landwirt ist Ansprechpartner

Die Zahl der Wildschweine werde sich zumindest kurzfristig nicht erhöhen, beruhigte Condé, und da sprächen die Jäger schließlich ein Wörtchen mit. „Bislang spricht auch nichts dafür, dass es sich so entwickeln wird.“ So hätten die Schwarzkittel in Birkenfeld freilich ebenso Schaden angerichtet wie anderswo auch, der hätte sich aber auf die größere Fläche verteilt. Damit sei er fast zu vernachlässigen gewesen. Condé selbst zumindest habe keine Forderungen gegen die Jagdpächter erhoben. Auch Harald Kurz, der Bad Sobernheimer Landwirt, auf dessen Grund die Contracting AG die Anlage bauen will, stand Rede und Antwort. Wo denn die veranschlagte Gülle herkommen solle? Wie viele Hektar genau nötig seien, um die notwendige Menge an Mais zu erzeugen? Wie sich das auf den Zustand der Wege auswirke und viele weitere Details wurden angesprochen. Lutz versprach als Ansprechpartner für alle Probleme, die mit der Anlage auftauchen könnten, zur Verfügung zu stehen. Die generelle Frage, die Nieding anfangs noch einmal angerissen hatte, ob es moralisch zu verantworten sei „Brot (sprich Energie) für den Tank“ zu erzeugen, ging allerdings unter.


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