30.04.2016, ab 14:00 Uhr, Bürgerhause WaldböckelheimJahreshauptversammlung Kreisgruppe Bad Kreuznach mit Neuwahl des KJM/Stv. KJM (Jagdschein als Ausweis der Wahlberechtigung nicht vergessen !).

Kreisgruppe Bad Kreuznach
RA Klaus Nieding
Lärchenweg 22-24
55566 Meddersheim
T. 06751 - 856590

> Faszination Jagd

Interview mit unserem KGV Klaus Nieding

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Muffelwild macht Wälder im Hegering unsicher - Amtsschimmel wiehert

Bad Sobernheim. Kreisjagdmeister Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt sprach bei der Hegeringschau in der Museumsgaststätte im Freilichtmuseum von der "buntesten Strecke, die wir gesehen haben". Muffelwild sei eigentlich fremd in dieser Gegend, war auch Hegeringleiter Klaus Nieding aus Meddersheim überrascht. Niedings Dank galt Hans Nolden (Bad Sobernheim) und Dieter Werner aus Hochstädten als Bewertungskommission sowie den Meddersheimern Oliver und Erhard Dorn und Heribert Erbeldinger.

Muffelwild habe man im Hegering unterschätzt und erst nach Flurschäden als massives Problem erkannt. Mit der Bauern- und Winzerschaft um "Knodel, Kistner und Kessel" sei man in einem konstruktiven Dialog eingetreten. Mehrfach habe Nieding Anfang 2011 neben der waidgerechten Bejagung nach Rücksprache mit der Kreisjägerschaft um eine frühzeitige Aufhebung der Schonzeit beiderlei Geschlechts bei der Oberen Jagdbehörde in Neustadt nachgefragt. Vier mal habe er den Antrag schriftlich eingereicht und keine Antwort erhalten. Im Januar 2012 habe er seinen Antrag erneut eingereicht mit der Bitte um Eingangsbestätigung und dem Hinweis, dass nach Ausbleiben einer Reaktion eine Untätigkeitsklage folgen werde, drohte der gelernte Jurist. Als Reaktion habe man ihm eine "polizeiliche Zwangsbejagung" angedroht. "Da ist man guten Willens und dann wird man mit Repressalien belegt. So etwas führt zum Verdruss, wenn Behörden arrogant auf einem hohen Ross sitzen", wetterte er.

Wild- und Verbissschäden in Aufforstungsflächen nehmen zu, mit dem Meddersheimer Frank Steines habe es bereits einen Ortstermin gegeben. Weitere Sorge: Im Hegering geht die Räude um: Möglicherweise sei sie ein "natürlicher regulativ der Natur in der Population", vermutete Nieding. Denn vom Nahrungsangebot her hätten sich aufgrund des Klimawandels so genannte Mastjahre von sieben auf zwei Jahre reduziert. Pro Hektar liegen drei Tonnen Eicheln im Wald, Felder mit 50 Hektar Mais am Stück sei für Sauen quasi ein Schlaraffenland mit zunehmenden Schäden in Acker und Grünland.

Zufrieden war der Hegeringleiter mit kreisweit fünf aktiven Bläsergruppen und der Öffentlichkeitsarbeit der Jäger vor Ort. Klaus Nieding ließ das gesellige Leben Revue passieren und warb für das Neujahrsblasen bei BollAnts im Park, fürs Museumsfest im Freilichtmuseum mit 30 Hundeführern und 30 Jagdhornbläsern sowie den Jägergottesdienst an der Kapelle Linz-Ockenfels.

Das noch nicht verabschiedete Landesjagdgesetz mit kommissarischem Kreisjagdmeister war Thema. Bei 220 Millionen Euro Kreisschulden sei die Jagdsteuer in Verbindung mit der Fallwildentsorgung eine Strafsteuer, vielmehr könnte das Geld in Landschaftsprojekte oder Streuobstwiesen besser angelegt werden.

>>>Am Johannisplatz 1 in der Felkestadt entsteht vis-a-vis von Aldi derzeit die neue Wildkammer. Der neue Betrieb unter Regie eines Fleischermeisters wird nach modernsten Hygienebestimmungen konzipiert und strebt eine EU-Zertifizierung an. "Das nächste Schüsseltreiben wird 20 Prozent billiger", stellte Nieding den Jägern ausgehandelte Getränkerabatte in Aussicht.

>>>Am 14.April findet ein Seminar für alle Jagdhornbläser mit Wilhelm Bruns, dem Leiter der Deutschen Naturhornakademie statt, am 21. April ist die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe im Bürgerhaus Waldböckelheim terminiert.


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